Hier kann man schon mal ein paar Stunden die Zeit vergessen und in der eigenen Kindheit schwelgen. Das Computerspielemuseum in Berlin hat sie alle versammelt: die Games mit denen wir schon Stunden, Tage, Wochen unserer Lebens verbracht haben. Erzählt wird die Geschichte unserer digitalen, interaktiven Unterhaltungskultur, zum Anfassen und Mitmachen.
Eigentlich ist es kaum zu glauben – aber das Computerspielemuseum im Herzen von Berlin ist tatsächlich Europas erstes und einziges Computerspielemuseum. Und in diesem Jahr feierte die Neueröffnung des Museums ihren ersten Geburtstag. Die Geschichte des Museum geht allerdings bis in die 1990er Jahr zurück. Da wurde das Museum schon einmal in Berlin gegründet – bis 2000 gab es eine ständige Ausstellung, doch dann wurde der Platz für die Massen an Exponaten zu klein. Heute befindet sich das Museum im ehemaligen Café Warschau, wie es zu DDR Zeiten hieß, ein passender Ort für die Wiedereröffnung.
22.000 Computerspiele, 300 Konsolen, 10.000 Zeitschriften
Museumsdirektor Andreas Lange hat über die Jahrzehnte fleißig gesammelt. Auf über 520 Quadratmetern findet der Besucher aktuell ca. 22.000 Computerspiele und Anwendungen, über 300 Konsolen und Computersysteme, über 10.000 Zeitschriften, außerdem Automatensysteme, Literatur, Medienkunstobjekte, Archivalien, Merchandising-Artikel und Videos.
Das Schöne am Museum, hier wird sich wirklich niemand langweilen! Und man muss kein Nerd oder Gamer sein, um an den Ausstellungsobjekten gefallen zu finden: Alles ist zum anfassen und mitspielen konzipiert, dass ist vielleicht auch das Geheimnis warum das Museum seit einem Jahr einen regelrechten Besucheranstrum erlebt. Versammelt sind unter anderem die Größen der Computerspielegeschichte, jeder kann hier seine eigene Jugend wiedererleben.
Pong Automat, PainStation, PolyPlay, Space Invaders
Der legendäre Pong-Automat, die PainStation, ein Riesensjoystick, aktuelle 3D-Spiele, Tanz- und Bewegungsspiele und auch das historische Schätzchen Poly-Play, dem ersten und einzigen Videospielautomaten der DDR, eine Art light-Version des amerikanischen PACman Spiels in dem ein Häschen vor dem bösen Wolf flieht.
Auch die kritische Seite des “zockens” wird im Berliner Computerspielemuseum thematisiert. Denn Fakt ist, dass viele Kinder und Jugendliche heute in ihrer Freizeit stundenlang bei Rollen- oder Ballerspielen vor dem Computer sitzen. “Abhängigkeit, Gewaltverherrlichung – wir sprechen auch die dunkle Seite an”, sagt Direktor Andreas Lange
Zocken bis die Pixel qualmen
Also, weg vom Monitor und auf zum einzigartigen Computerspielemuseum und zocken bis die Pixel qualmen. Zur Zeit gibt es noch bis zum 16. April. 2012 eine zusätzliche Sonderausstellung: „Spiel die Originale – Part II“. Hier könnt ihr auf fünf nostalgischen Spielkonsolen eine Menge Retrospielspaß erleben.
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin



