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3 Monate Indien: Christian Atz mit colored.by beim iAccelerator Program

08.03.2012 / People / 0 Kommentare

Christian Atz ist vielseitig umtriebig: Nach seinem Jura-Examen machte er im Rahmen des Programms “Erasmus for Young Entrepreneurs” ein Praktikum beim österreichischen Start-up runtastic, gründete im Frühjahr 2010 die Bioddicted UG und launchte den Carrotshop, eine Shopsuchmaschine mit Klimaschutzfunktion. Im November 2011 machte er sich auf den Weg nach Indien, um am iAccelerator Program des Indian Institute of Management, Ahmedabad (IIMA) teilzunehmen und sein neuestes Projekt colored.by voranzutreiben. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen.

Hi Christian, du warst gerade in Indien unterwegs, um dein Projekt colored.by voranzubringen. Kurz und knapp gefragt: Wie war’s?
Es war super! Zusammen mit Daniel Heitz war ich für 3 Monate im Rahmen des iAccelerator Programs in Ahmedabad, Gujarat. Hauptsächlich haben wir uns um unsere beiden Webprojekte gekümmert und hierfür auch wertvolle Unterstützung und gutes Feedback von den Mentoren und Gästen bekommen. Wir hatten aber auch Zeit Delhi, Bangalore und Diu zu besuchen und so das Land etwas besser kennenzulernen. War eine tolle Erfahrung, beruflich aber vor allem persönlich.

Du hast sicher eine Menge indischer Gründer und auch Entwickler kennengelernt? Wie ticken die? Was können wir von denen lernen? Was die von uns?
Es gab insgesamt neun teilnehmende Teams aus Indien. Alle Gründer waren männlich und hatten einen technischen Hintergrund, manche hatten jedoch noch zusätzlich einen MBA als zweiten Abschluss. Die jüngsten waren Anfang 20 und sind gerade mit der Uni fertig geworden, der überwiegende Teil der indischen Gründer war jedoch zwischen 25 und 35 und hat bereits bei großen, internationalen Firmen aus dem Online- oder Technologiebereich gearbeitet.

Was wir lernen können von ihnen: Ein Produkt schnell zu launchen und anschließend Verbesserungen vorzunehmen; nicht perfektionistisch zu arbeiten sondern pragmatisch. Sie von uns: Design und UX einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Worum geht’s bei colored.by? Und wie ist die Idee entstanden?
Bei Colored.by geht’s um Farben, 16.7 Millionen insgesamt. Diese möchten wir mit Leben füllen und gemeinsam mit den Usern den größten, virtuellen Regenbogen der Welt kreieren. Für den symbolischen Betrag von 1$ kann jeder eine Farbe für sich selbst oder als Geschenk für Andere exklusiv erwerben. Anschließend kann man auf seiner “Farbseite” Inhalte (Bilder, Zitate, Videos) die man mit der Farbe assoziiert hochladen. Mit seinen Freunden, die auch eine Farbe auf colored.by haben kann man sich zusammenschließen und einen Farbverlauf zwischen beiden Farben erzeugen. Weitere besondere Features sind noch geheim.

2009 war ich auf Hawaii und hörte dort zum ersten Mal vom PetRock, einem handgroßen Kieselstein in Holzwolle und spezieller Box verpackt, der insgesamt 5Mio Mal zu Anfang der 70er Jahre in den USA verkauft wurde. Mich begeisterte diese Idee und da der Regenbogen das State Symbol von Hawaii und allgegenwärtig ist, kam mir dieser Einfall mit den Regenbogenfarben, bei der andere hoffentlich auch sagen werden: tolle Idee.

Es ist ja noch nicht allzu viel auf der Seite zu sehen. Wann wollt Ihr live gehen? Und was sind die größten Herausforderungen bei der Entwicklung?
Wir werden colored.by zuerst in einer Closed Beta launchen. Aktuell kann man sich für den frühen Beta-Zugang auf colored.by anmelden und dadurch die Chancen auf seine Lieblingsfarbe erhöhen. Die größte Herausforderung ist die Suche nach den passenden Algorithmen für verschiedene Farbdarstellungen. Wir verwenden das Zend Framework für das Serverseitige und für die Darstellung HTML5 und CSS3.

Vielleicht hast du zum Abschluss ja noch ein paar Tipps. Welche spannenden Kreativprojekte sind Dir in letzter Zeit über den Weg gelaufen?
Schaut Euch Bikini Lines an, ein super kreatives und karitatives Projekt für die Opfer in Fukushima.

Machen wir :) Vielen Dank für das Interview und die tollen Bilder: