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Trend Tech Couture: Mode, Mensch, Maschine

27.08.2012 / Allgemein, Tips, Trends / 0 Kommentare

Photo: Robert Lunak

Photo: Robert Lunak


Noch bis zum 2. September findet im quartier21 im MuseumsQuartier in Wien die von Anouk Wipprecht kuratierte Ausstellung TECHNOSENSUAL statt. Wie das Motto „where fashion meets technology“ schon vermuten lässt, geht es um die Frage, wie moderne Technologien im Modedesign optisch und funktional eingesetzt werden können. Durch das interaktive Design der Ausstellungsexponate können Besucher dabei das Trendthema Haute Tech Couture unmittelbar erleben: Zum Beispiel Kleider, die Cocktails mixen oder ein glamouröses Eigenleben führen – oder auch einen intelligenten Handschuh, der mit der Umwelt kommuniziert.

Der „modische Handschlag mit der Zukunft“ wurde von FH-Prof. Dr. Frederick Baker und dem Team des Instituts Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten in Kooperation mit der niederländischen Künstlerin Anouk Wipprecht und dem Robotiker Daniel Schatzmayr geschaffen. “Nähert man sich mit der Hand dem Glove, ermöglicht dieser die Steuerung einer interaktiven Video-Installation”, erläutert Projektleiter Baker.

Copyright: Kristina Kiremidjian

Copyright: Kristina Kiremidjian

Natürlich können Besucher die interaktive Power des Handschuhs auf der TECHNOSENSUAL in Wien hautnah erleben und ausprobieren. “Wir wollten nicht einfach ein Ausstellungsobjekt, sondern eine Installation entwickeln. So kann das Publikum Forschungsergebnisse fühlen und erleben”, so der austro-britische Wissenschafter Baker.

Forscher konzipieren intelligentes Fahrrad-Outfit

Im Alltag könnten sogenannte Wearables wie der High-Tech-Handschuh künftig zentrale Sicherheits- und Assistenzleistungen übernehmen. So arbeiten Forscher am Institut für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten an neuen Einsatzmöglichkeiten der Wearables-Technologie im Radverkehr: Das ForscherInnenteam um Jakob Doppler, MSc. konzipiert nun ein intelligentes Fahrrad-Outfit, das die Verkehrssicherheit entscheidend verbessern kann: “Eine Jacke kann künftig mittels integrierter Inertialsensorik den Bremsvorgang durch am Rücken getragene LEDs – für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer – sichtbar machen. Zusätzlich kann ein drahtlos dazu verbundener Handschuh – ohne dass die radfahrende Person die Hände vom Lenker nehmen muss – durch taktile Befehle ein Abbiegesignal weiterleiten”, erläutert Doppler.

Einsatzmöglichkeiten von Gesundheit bis Lifestyle

Die Wearables-Technologie nutzt dabei das große Repertoire der menschlichen Gestik als Kommunikationskanal. Um die intelligente Kommunikation mit dem Kontext der TrägerInnen zu ermöglichen, werden Wearables-Kleidungsstücke mit unauffällig eingebetteter Elektronik wie Beuge- und Drucksensoren, leitfähigem Faden und Kommunikationsschnittstellen sowie zur Energieversorgung mit Solarpanelen ausgestattet. Somit werden Steuerungsfunktionen ohne direkte Berührung möglich. “Ziel ist es”, so Doppler, “den Begriff Kleidung mittels Mikroelektronik zu erweitern, aber dennoch die Funktionalität und Stabilität der Kleidungsstücke zu erhalten.” Einsatzmöglichkeiten sieht Doppler in den Bereichen Gesundheit, Wohnen und Arbeiten, Mobilität oder Lifestyle.

Ein spannender neuer Trend, der da auf uns zurollt! Wer also in den nächsten Tagen zufällig in Wien weilt, sollte sich einen Besuch der TECHNOSENSUAL nicht entgehen lassen und Haute Tech Couture-Luft schnuppern.